Lenzing bei Corona-Verleihung mehrfach ausgezeichnet

Zeitschrift für Textilien, Bekleidung, Leder und Technologie

Utl.: Lenzing für die Einführung der Blockchain-Technologie zur Faser-Identifikation sowie Leistungen als oberösterreichischer Leitbetrieb und bedeutender Wirtschaftsmotor in der Region ausgezeichnet

Lenzing – Die Lenzing AG hat am Montag, 4. November 2019, die „Digital-Corona“ in Gold gewonnen. Der begehrte Wirtschaftspreis wurde zum ersten Mal in dieser Kategorie vergeben. Prämiert werden Unternehmen, die die Digitalisierung der betrieblichen Prozesse, der Produkte und Dienstleistungen sowie des Geschäftsmodells in den vergangenen Jahren dynamisch vorangetrieben haben. Lenzing durfte sich gleich bei der Premiere über den ersten Preis für die Einführung der Blockchain-Technologie zur Faser-Identifikation über die gesamte textile Wertschöpfungskette freuen.

„Konsument/innen wollen zunehmend wissen, woher die Materialien für die Kleidungsstücke kommen, die sie kaufen, und welchen Weg sie genau genommen haben. Lenzing verfolgt mit der Einführung der Blockchain- Technologie das ambitionierte Ziel, volle Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette zu schaffen und damit einen Wandel in einer Branche voranzutreiben, in der weniger als fünf Prozent der führenden 250 Bekleidungsmarken ihre Produkte bis zur Faser zurückverfolgen können“, sagt Stefan Doboczky, Vorstandsvorsitzender der Lenzing Gruppe. Seinen Kunden und Partnern ermöglicht Lenzing damit, ihre Fasern der Marke TENCEL™ und deren Holzquelle in jedem Produktions- und Vertriebsschritt zu  identifizieren. Konsument/innen können die Herkunft ihrer Textilprodukte mithilfe eines QR-Codes feststellen. Lenzing fördert dadurch auch unmittelbar das Geschäft mit ihren sehr nachhaltig produzierten Lyocellfasern der Marke TENCEL™.

Mit Fasern der Marke LENZING™ ECOVERO™ war die Lenzing Gruppe Vorreiter bei der physischen Rückverfolgbarkeit ihrer Fasern und tritt jetzt in das Zeitalter der digitalen Identifizierung ein. Nach Bekanntgabe der Kooperation mit TextileGenesis™ präsentierte Lenzing beim diesjährigen Fashion Summit in Hongkong ihr erstes Pilotprojekt, das gemeinsam mit dem Technologieunternehmen aus Hongkong sowie dem WWF und der Marke „Chicks“ umgesetzt wurde. Dies war ein bedeutender Meilenstein bei der Einführung der Blockchain-Technologie. Im Zuge der kommenden Monate wird Lenzing weitere Pilotprojekte mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette durchführen. Ab 2020 soll die Plattform vollständig einsatzfähig sein.

Starkes Signal für Industriestandort Oberösterreich

Für ihre Leistungen als oberösterreichischer Leitbetrieb und bedeutender Wirtschaftsmotor in der Region erhielt Lenzing außerdem den „Standort-Corona“ in Bronze. Mit seiner kontinuierlich hohen Investitionstätigkeit am Standort Lenzing trägt das Unternehmen laufend zur Stärkung des Wirtschaftsraumes bei. 2019 stellte Lenzing etwa den Ausbau des Zellstoffwerks am Standort fertig und steigert damit die Produktionskapazitäten auf 320.000 Tonnen pro  Jahr. Im  Rahmen ihrer ambitionierten Klimaziele beschloss  Lenzing außerdem,  EUR 40 Mio. in die Ausweitung der Produktion des Rohstoffs Schwefelsäure am Standort Lenzing zu investieren. Mit einer neuen Luftreinigungs- und Schwefelwiederaufbereitungsanlage werden künftig nicht nur die Eigenversorgung für den Rohstoff optimiert und die Prozesssicherheit erhöht. Auch der ökologische Fußabdruck wird durch die Investition weiter verbessert.

Mit ca. 3.100 Mitarbeiter/innen (Stand: 30.06.2019) am Standort Lenzing, darunter mehr als 130 Lehrlinge, ist die Lenzing Gruppe einer der Leitbetriebe des Industriestandortes Oberösterreich und als solcher auch wichtiger Arbeitgeber sowie Treiber für Wachstum und Innovation. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind im zentralen Bereich „Global Research & Development“ am Standort Lenzing gebündelt; per Ende Juni 2019 arbeiteten ca. 200 Mitarbeiter/innen in dem Bereich an der Neu- und Weiterentwicklung von Technologien, Prozessen, Produkten und Anwendungen im Bereich holzbasierter Cellulosefasern.

 

Quelle: www.lenzing.com

 

Über die Lenzing Gruppe

 Die Lenzing Gruppe steht für eine ökologisch verantwortungsbewusste Erzeugung von Spezialfasern aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. Mit ihren innovativen Produkt- und Technologielösungen ist Lenzing Partner der globalen Textil- und Vliesstoffhersteller und Treiber zahlreicher neuer Entwicklungen.

Die hochwertigen Fasern der Lenzing Gruppe sind Ausgangsmaterial für eine Vielzahl von textilen Anwendungen – von der eleganten Damen-Oberbekleidung über vielseitige Denim-Stoffe bis zur High-Performance-Sportbekleidung. Aufgrund ihrer konstant hohen Qualität sowie ihrer biologischen Abbaubarkeit und Kompostierbarkeit eignen sich Lenzing Fasern auch bestens für den Einsatz in Hygieneprodukten und für Anwendungen in der Landwirtschaft.

Das Geschäftsmodell der Lenzing Gruppe geht weit über jenes eines klassischen Faserherstellers hinaus. Gemeinsam mit ihren Kunden und Partnern entwickelt sie innovative Produkte entlang der Wertschöpfungskette, die einen Mehrwert für Konsumentinnen und Konsumenten schaffen. Die Lenzing Gruppe strebt eine effiziente Verwendung und Verarbeitung aller Rohstoffe an und bietet Lösungen für die Umgestaltung der Textilbranche in Richtung Kreislaufwirtschaft.

Daten und Fakten Lenzing Gruppe 2018

Umsatz: EUR 2,18 Mrd. Nennkapazität: 1.034.000 Tonnen

Mitarbeiter/innen: 6.839

TENCEL™, VEOCEL™, LENZING™, REFIBRA™, ECOVERO™, LENZING MODAL™, LENZING VISCOSE™, MICROMODAL™ und

PROMODAL™ sind Marken der Lenzing AG.