A+A Düsseldorf: Starke Messe für starke deutsche Sicherheitsschuh-Hersteller

Zeitschrift für Textilien, Bekleidung, Leder und Technologie

Die A+A, die vom 5. bis 8. November 2019 in Düsseldorf stattgefunden hat, gilt als die weltweit größte und wichtigste Veranstaltung, wenn es um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit geht. Auf einer Fläche von 78.000 qm stellten insgesamt 2.121 Aussteller aus 63 Nationen aus. Insgesamt zog die Messe mehr als 73.000 Fachbesucher, davon die Hälfte aus dem Ausland, an den Rhein.

Ein Segment, das vom weltweit wachsenden Bewusstsein für alle Themen rund um den Arbeitsschutz profitiert, ist das der Persönlichen Schutzausrüstungen, traditionell der stärkste Bereich der A+A mit in diesem Jahr über 1.100 Ausstellern. Auch für die deutschen Hersteller von Sicherheitsschuhen ist die A+A ein unverzichtbares Event. Die HDS/L Mitgliedsunternehmen Atlas, Baak, Baltes, Birkenstock, Elten, Haix, HKS, Mascot, Pezzol, Priebs, Schürr, Schütze, Steitz Secura und Uvex präsentierten in Düsseldorf ihre neuesten Modelle und Hightech-Entwicklungen.

 

Zeitschrift für Textilien, Bekleidung, Leder und Technologie

Manfred Junkert

Der Markt für Sicherheitsschuhe ist sehr dynamisch. In Deutschland wurden in 2018 7,0 Millionen Paar Sicherheitsschuhe mit Lederoberteil produziert. Im Vergleich zu 6,2 Millionen Paar Sicherheitsschuhen mit Lederoberteil in 2017 entspricht dies einem Anstieg von 13,8 Prozent. HDS/L Hauptgeschäftsführer Manfred Junkert bekräftigt die Bedeutung dieser Sparte für die gesamte Schuhindustrie: „Insgesamt wurden in Deutschland in 2018 44,4 Millionen Paar Schuhe produziert. Das heißt, dass rund jeder sechste in Deutschland produzierte Schuh ein Sicherheitsschuh ist.“

HDS/L mit komplexem Experten-Wissen vor Ort

Zeitschrift für Textilien, Bekleidung, Leder und Technologie

Spannende Einblicke in die vielschichtige Welt der Sicherheitsschuhe bot das Rahmenprogramm der A+A. Beim Trendforum safety & security präsentierten AUVA, IFA, PFI, DGUV und HDS/L Anwendern und Benutzern aktuelle Entwicklungen bei Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhen sowie Schuhen mit besonderen tätigkeitsbezogenen Risiken. Auf große Resonanz stießen die Vorträge von HDS/L Expertin Ellen Waßmann. Im Rahmen ihrer Vorträge thematisierte die Normungs-Spezialistin unter anderem die Zulässigkeit von orthopädischen Anpassungen an Fußschutz vor dem Hintergrund der PSA Verordnung 2016/425. Außerdem befasste sich Waßmann mit den Unterschieden zwischen ESD und Antistatik sowie dem Widerstand gegen Perforation von Fußschutz. Ellen Waßmann resümiert: „Versuche haben gezeigt, dass nicht jeder antistatischer Schuh ESD geeignet, aber jeder ESD geeignete Schuh antistatisch ist.“ Hinsichtlich orthopädischer Anpassungen von Fußschutz ist eine Revision der EN ISO 20345ff mit Ergänzung eines normativen Anhangs „Orthopädie“ vorgesehen. Was den Widerstand gegen Perforation angeht, unterscheidet sich die Leistungsfähigkeit abhängig von den unterschiedlichen Materialien der perforationsbeständigen Einlagen (metallisch vs. nicht-metallisch). Die möglichen Einsatzgebiete sind abhängig von den Anforderungen und Risiken am Arbeitsplatz sowie der Leistungsfähigkeit der Einlage.“

Die nächste Ausgabe der A+A wird vom 26. bis 29. Oktober 2021 in Düsseldorf stattfinden, wiederum mit einer starken Beteiligung der HDS/L Mitglieder.

 

Quelle: HDS/L